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AberMaria
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Einige Objekte, Foto: Nele Lipp Objekte_Bücher:Masken Einige Objekte, Foto: Nele Lipp
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Jan Tetens, Hector Gonzalez-Pino und Andreas Mainholz als die drei Künstler, Foto: Nele Lipp Die drei Künstler Jan Tetens, Hector Gonzalez-Pino und Andreas Mainholz als die drei Künstler, Foto: Nele Lipp
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Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel, Foto: Nele Lipp Engel mit Buch Kopie Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel, Foto: Nele Lipp
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Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel und Anja Grover als Maria, Foto: Nele Lipp Tanz mit Pinselhandschuhen Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel und Anja Grover als Maria, Foto: Nele Lipp
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Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel und Anja Grover als Maria, Foto: Nele Lipp Maria Malen Andreas Mainholz als Vergesslicher Engel und Anja Grover als Maria, Foto: Nele Lipp
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Matthias Németh entsteigt dem Bild als Jesus, Foto: Nele Lipp Jesus kommt aus dem Bild Matthias Németh entsteigt dem Bild als Jesus, Foto: Nele Lipp
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Matthias Németh als Jesus mit Palettenflügeln, Foto: Nele Lipp Maria Jesus mit Palettenflügeln Matthias Németh als Jesus mit Palettenflügeln, Foto: Nele Lipp
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Winsener Anzeiger, 1995-05-25 Presse Aber Maria_Winsener Anzeiger Kopie Winsener Anzeiger, 1995-05-25
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Altonaer Wochenblatt, 1997-05-28 Presse Altonauer Wochenblattgif Altonaer Wochenblatt, 1997-05-28
Titel
Aber Maria
Untertitel
Tanzkommentar zu drei Gemälden der Heiligen Maria
Jahr
Veranstaltungsort
Beschreibung
Auf Einladung des Pastors Dieter Kindler für „seine“ Kirche St. Marien in Winsen (Luhe) eine Maria zu schaffen, entstand die Tanz-Performance Aber Maria.
Ausgangsmotive wurden in drei Madonnen-/Mariendarstellungen der bildenden Kunst. Gefunden, in:
Edvard Munch: Madonna (1895-1902):
https://www.daskreativeuniversum.de/edvard-munchs-madonna/
Max Ernst: Die heilige Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen, 1926
https://museenkoeln.de/portal/medien/img_bdw/hi/2003_36.jpg?
Paul Klee: Der vergessliche Engel, 1939
https://www.myartprints.co.uk/kunst/paul_klee_11025/Vergesslicher-Engel.jpg
Die Frage, was sich aus der Gegenüberstellung dieser drei Gemälde für ein Marienbild ablesen kann, bestimmte das Geschehen.
Als Bühne diente auch hier ein Kirchenraum. Als Besonderheit gab es in diesem ausklappbare Notsitze an den inneren Enden der Bankreihen, die es ermöglichten, dass darauf, wenn auch vorsichtig, getanzt werden konnte. Sogar der Altar durfte benutzt werden, Zusätzlich wurden drei (Himmels-)leitern hinter dem Altar aufgestellt. Alle Objekte, außer großen Büchern, in denen Maria las, waren aus metallischen Materialien: Stelzen für die Engel, Heiligenscheine aus Kupferrohr, Friedenstauben, Künstlerpaletten und die Flügel des vergesslichen Engels aus Fliegendraht. Außerdem gab es noch zwei Paar Handschuhe mit durch Pinsel verlängerten Fingern.
Die Handlung bestand darin, dass die in großen Kunstbüchern lesende Maria mit einem vergesslichen Verkündigungsengel tanzt, während drei Künstler dabei zuschauen (Max Ernst, André Breton und Paul Éluard). Später malten sie auf transparenter Folie gemeinsam das Bild einer menschlichen Gestalt, aus der alsbald mit Hilfe eines Schnitts durch die Bildfläche ein Jesusknabe hervortritt, der von Maria erst einmal erzogen werden muss, weil er mit den Heiligenscheinen spielt. Am Ende schenkt er den Künstlern Friedenstauben und macht sich aus ihren Paletten Flügel.
Die Objekte wurden im Atelier schöner Schein hergestellt, die Schmiedearbeiten erstellte Holger Beecken (Hanstedt) und die Musik war von ORDALIA, einer von Simon Fackelmann gegründete Freejazz-Gruuppe.
Lit.: Nele Lipp/Dieter Kindler/Andreas Mainholz/Anja Lübke: ABER MARIA – eine choreografische Transformance nach drei Bildern der klassischen Moderne, in: „Choreae. Zeitschrift für Tanz, Bewegung und Leiblichkeit in Liturgie und Spiritualität“, 2, 96, S. 82-96.
Dauer
70'
Darsteller
Andreas Mainholz | Anna Grover | Hector Gonzalez-Pino | Jan Zarske | Nicole Gießler | Ruth Karnath